Was tun bei Haarausfall?

Sie stehen vor der Situation, dass Ihre Haare immer lichter werden und allmählich stellt sich die Frage: Was tun bei Haarausfall? Erstmal vorweg: keine Panik!

Was ist passiert?

Die Vermutung, dass Sie diese „Misere“ vielleicht den Eltern oder anderen Verwandten „zu verdanken haben“, ist gar nicht so verkehrt. Haarausfall ist – vor allem bei Männern – in vielen Fällen genetisch bedingt.

Wenn Sie also im Kindesalter feststellen, dass Vater, Mutter oder ein anderer Verwandter mehr und mehr an Haaren verliert, dann können Sie durchaus damit rechnen, dass es Ihnen später mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit auch so ergehen wird.

Es gibt durchaus noch weitere Ursachen für Haarausfall. Auch wenn es manch eine Person optisch vielleicht sogar interessanter macht, haben die meisten Männer mit dem Verlust ihrer Haarpracht zu kämpfen.

Sind Frauen davon betroffen, leiden sie umso mehr unter dieser Tatsache, denn bei Ihnen ist genetisch bedingter Haarausfall eher die Ausnahme. Vor allem nach der Schwangerschaft oder mit Beginn der Wechseljahre müssen sie erleben, dass ihnen mehr und mehr von einem typisch weiblichen Schönheitsattribut, nämlich volles, schönes Haar, mehr und mehr abhandenkommt.

Gehen die Haare aus medizinischen Gründen verloren, ist das besonders traurig und für viele Betroffene sogar tragisch.

Krebskranke erleben diese schmerzlichen Verlust, wenn sie eine oder sogar mehrere Chemotherapien durchlaufen müssen. Die Hoffnung, dass sie nach diesen überstandenen Strapazen wieder ganz gesund werden, lässt sie den Haarverlust möglicherweise leichter ertragen – und glücklicherweise wachsen die Haare nach der Chemo auch wieder nach.

Aber was tun bei Haarausfall?

Bis zu 100 Haare täglich zu verlieren ist völlig normal und kein Grund zur Sorge. Beobachten Sie jedoch, dass es über einen längeren Zeitraum mehr Haare sind, die sich auf Kopfkissen, Waschbecken oder der Haarbrüste sammeln, sollten Sie über ihren Lebenswandel nachdenken.

Möglichweise bedarf es hier nur einer minimalen Veränderung oder Umstellung, um das Defizit – vielleicht handelt es sich um einen wichtigen Mineralbaustein – wieder auszugleichen und den Haarausfall zu stoppen.

 

Kieselerde

Kieselerde ist zum Beispiel ein wertvolles Mineral, das das Wachstum von Haaren und auch von Finger- und Fußnägeln begünstigt. Sie bekommen es in Drogerien, Apotheken und Reformhäusern, das Mineral steht in Tablettenform zur Verfügung.

Das wäre ein erster Schritt, den übermäßigen Haarverlust einzudämmen. Sollten Sie allerdings nach einer längeren regelmäßigen Einnahme (etwa zwei bis drei Wochen) keine spürbare Besserung feststellen, sollten Sie einen Arzt zurate ziehen.

Stellen Sie gleich zu Beginn fest, dass durch den Haarverlust kreisrunde kahle Stellen entstehen, sollten Sie umgehend zum Arzt gehen. Denn bei kreisrundem Haarausfall kann eine Autoimmunerkrankung oder auch eine Pilzkrankheit dahinter stecken. Leider werden an den kahlen Stellen keine Haare mehr nachwachsen können, da die Haarwurzeln zu stark geschädigt wurden.

Die Versprechen der Werbung

Klar, die Werbung suggeriert uns, dass wir mit dem ein oder anderen Haarwuchsmittel oder mit bestimmten Shampoos und Spülungen dem Haarausfall zu Leibe rücken können. Leider gibt es aber nur wenige Ausnahmefälle (wie beispielsweise Minoxidil), bei denen diese Mittel nachhaltig Wirkung gezeigt haben.

Selbstverständlich kräftigen diese Produkte das noch vorhandene Haar. Und möglicherweise fallen bei Anwendung spezieller Produkte auch weniger Haare aus, aber die eigentliche Ursache wird dadurch nicht aus dem Weg geräumt.

Welche Alternativen gibt es?

Wenn der Arzt festgestellt hat, um welche Art Haarausfall es sich bei Ihnen handelt, kann entsprechend gehandelt werden. Steht allerdings fest, dass es sich um genetisch bedingten Haarausfall handelt oder aber die Haarwurzeln aufgrund einer Erkrankung so stark geschädigt wurden, dass kein gesundes Haar mehr nachwachsen wird, gibt es eigentlich nur drei Möglichkeiten:

1. Selbstbewusst reagieren

Können Sie sich mit der Tatsache abfinden, dass Sie kein volles Haupthaar mehr haben werden, denken Sie einfach an Persönlichkeiten, die trotz schütterem Haar oder Glatze Beliebtheit erfuhren und große Erfolge erzielten.

Bruce Willis und Vin Diesel sind beste Beispiele, dass wenig Haar auch sexy und anziehend sein kann.

Und denken Sie daran: Sie sind nach wie vor ein schöner und wertvoller Mensch!

Die inneren und auch die äußeren Werte werden nicht an einer wallenden Mähne festgemacht. Stehen Sie dazu und sagen Sie selbstbewusst zu sich und anderen: Ich bin, was ich bin!

2. Perücke oder Toupet

Gehören Sie doch zu den Menschen, die unter ihrem massiven Haarausfall zu sehr leiden (hiervon sind meist mehr Frauen als Männer betroffen), gibt es noch die Möglichkeit, sich für ein Toupet oder eine Perücke zu entscheiden.

3. Haartransplantation

Hilft auch das nicht weiter und der Druck ist einfach zu groß, der auf Ihrer Seele lastet, bleibt nur noch die Haartransplantation.

Wenn Sie nachweisen können, dass der Haarverlust Ihre Psyche so beeinträchtigt, dass Sie Ihre Gesundheit darunter leidet, dann haben Sie vielleicht die Chance, dass Ihre Krankenkasse die Kosten vollständig oder wenigstens teilweise übernimmt.

Haben Sie sich zur Haartransplantation entschlossen und Ihre Krankenkasse übernimmt die Kosten nicht, dann müssen Sie für eine Behandlung mit Summen im vier- bis fünfstelligen Bereich rechnen.

Wenn auch vorbeugende Maßnahmen bestimmte Formen des Haarausfalles nicht verhindern können, ist es aber durchaus möglich, durch entsprechende Pflege das Haar gesund und schön zu erhalten.

Vermeiden Sie:

  • heiße Föhnluft
  • Trockenhaube
  • Haarglättungen
  • Dauerwellen
  • Colorationen.

Die nimmt Ihnen Ihr Haar schnell übel. Verzichten Sie also nach Möglichkeit darauf.

Gönnen Sie dafür Ihrem Haar ab und an eine Erholungskur mit natürlichen Produkten wie:

  • Ei
  • Bier
  • Olivenöl
  • Zitronensaft.

Außerdem ist in der heutigen Zeit Stress ein Faktor, der bei einigen Menschen die Haare schwinden lässt. Also lehnen Sie sich öfter einmal für zehn Minuten entspannt zurück und atmen Sie tief durch.

Nicht nur Ihre Haare, Ihr gesamter Körper wird es Ihnen danken!