Minoxidil Testberichte bestätigen zu 84% positive Wirkung

Werden Studien und wissenschaftliche Ergebnisse zu Mitteln gegen Haarausfall (mehr über die Haarausfallarten) zurate gezogen, so wird immer wieder der Name eines Wirkstoffes an erster Stelle genannt: Minoxidil.

Neben kleineren Studien, die oft von Herstellern oder einem Verbund an Unternehmen selbst in Auftrag gegeben wurden, kann auf Tests und Praxisberichte zurückgegriffen werden, bei denen ergebnisoffen eine Vielzahl an Mitteln und Wirkstoffen erprobt wurden.

So existieren etwa eine größer angelegte Studie der Stiftung Warentest sowie eine US-amerikanische Studie mit 27 medizinischen Zentren.

Minoxidil in der Praxis

Haarausfall Ursachen gibt es verschiedene und nicht bei jeder helfen Mittel. Minoxidil wird in Deutschland sehr häufig eingesetzt bei der so genannten androgenetischen Alopezie des Mannes, d.h. bei erblichem bzw. anlagebedingtem Haarausfall.

So wird der Wirkstoff Minoxidil beispielsweise von der Charité Universitätsmedizin Berlin und der hier angeschlossenen Klinik für Dermatologie eingesetzt, um den Haarausfall effektiv zu bekämpfen.

Basierend auf Studienergebnissen und Praxiserfolgen wird Männern mit diesem Problem entweder eine Haartinktur mit 5% des Wirkstoffs verschrieben – oder auch Tabletten mit 1mg Finasterid.

Genau ist über die nationale Grenze hinweg jedoch nicht bekannt, wie und warum Minoxidil eine so positive Wirkung entfaltet.

Es wird jedoch vermutet, dass der Wirkstoff über den Gefäßwachstumsfaktor VEGF den Haarausfall mindert und das Haarwachstum fördert.

In diesem Kontext ist anzumerken, dass der Wirkstoff kein Hormon ist, aber dennoch – zwar individuell unterschiedlich – wirkt.

 

Testergebnisse zum Wirkstoff

Beim Test der Stiftung Warentest wurden vor allem frei verkäufliche Haarwuchsmittel auf ihre Wirksamkeit hin untersucht.

Das Ergebnis:

Fast keines der Haarwuchsmittel ist ohne Einschränkung zu empfehlen.

Lediglich die Mittel mit Minoxidil halten dem Ansatz nach, was sie versprechen.

Mit Einschränkung und nur in Ausnahmenfällen sind Mittel mit 17-alpha-Estradiol zu empfehlen. Die Wirkungsweise von Minoxidil ist zwar nicht umfänglich bekannt, jedoch wird anhand der Studie davon ausgegangen, dass die Haarwurzeln besser durchblutet sind.

Des Weiteren wird angenommen, dass Blutgefäße neu gebildet werden, sodass diese durchlässiger werden und so insgesamt mehr Wachstumsmöglichkeiten im Gewebe gegeben sind.

Das Medikament, welches seit 2005 auch rezeptfrei zu erhalten ist, schnitt auch in einer bereits 2006 durchgeführten Studie von Ökotest erfolgreich ab. In dieser Studie wurden 23 Haarwuchsmittel getestet, von denen lediglich drei die Endnote „gut“ oder „sehr gut“ erhielten. Dies waren Haarwuchsmittel, die entweder auf dem Wirkstoff Minoxidil oder auf Finasterid basierten.

Demgegenüber bekamen 13 Haarwuchsmittel das Gesamturteil „mangelhaft“, fünf sogar ein „ungenügend“. Interessant ist, dass beide Wirkstoffe von Ärzten häufig mit einer ganz anderen Zielsetzung verschrieben werden, denn Minoxidil wird auch bei Bluthochdruck verschrieben.

Nach der Studie bewirken beide Präparate einen stärkeren Haarwuchs und beugen der Bildung einer Glatze vor.

Nach einer klinischen Studie in den USA, bei der 27 medizinische Zentren einbezogen wurden, zeigte sich, dass der Wirkstoff gleichermaßen bei Frauen und Männern wirkt.

Bei der Studie wurde Minoxidil unter anderem bei 2.300 Männern mit zunehmender Glatzenbildung getestet.

Es zeigte sich nach einem Jahr der Anwendung, dass 48 Prozent der Teilnehmer wieder dichten Haarwuchs hatte, 36 Prozent berichteten über eine minimale Zunahme des Haarwachstums und lediglich 16 Prozent beklagten keinerlei Verbesserung.

 

Fazit: Inwieweit ist Minoxidil zu empfehlen?

Die Quintessenz: Das Haarwachstum wird begünstigt, wobei die Ergebnisse zum Haarwachstum bei Frauen noch positiver sind als aufseiten der Männer.

Unter Zuhilfenahme von Minoxidil müssen Frauen demnach weniger fürchten, einmal eine Glatze zu bekommen. Es regt das Haarwachstum an und verlangsamt den Haarausfall. Wird jedoch auf die Anwendung des Haarwuchsmittels verzichtet, so setzt der gewohnte Ausfall der Haare wieder ein.