Minoxidil Anwendung: Welche Erfolge sind zu erwarten?

Die Minoxidil Anwendung ist ein sogenanntes Derivat, das zur Behandlung des erblich bedingten Haarausfalls zur Anwendung kommt. Haarausfall Ursachen sind vielfältig – eine davon ist der erblich bedingte Haarausfall.

Gerade bei Männern im Alter von 18 bis 49 Jahren, die eine anlagebedingte, vererbte Glatzenbildung zu verzeichnen haben, sind die Anwendungen von Minoxidil als Haarwuchsmittel häufig sehr erfolgreich. Der Haarwuchs kann stabilisiert werden und der fortlaufende Haarausfall wird möglicherweise gestoppt.

Minoxidil als Haarwuchsmittel

Minoxidil soll besonders gute Ergebnisse bringen,

  • wenn die Glatze einen Durchmesser von drei bis zehn Zentimetern ausmacht,
  • wenn der sogenannte Tonsurbereich betroffen ist,
  • die Glatze also im Hinterkopf- bzw. Wirbelbereich angesiedelt ist,
  • und wenn die betroffene Person sich in einem Alter von etwa 18 bis 49 Jahren befindet,
  • der Haarausfall erblich bedingt ist.


In diesen Fällen kann die Glatzenbildung besonders gut beeinflusst werden. In der Mehrheit der Fälle kann bei Anwendung von Minoxidil eine spürbare Verlangsamung des Haarausfalls und der Glatzenbildung verzeichnet werden.

Eine komplette Reduzierung des Haarausfalls sowie ein Nachwachsen der Kopfhaare kann aber nur bei sehr wenigen Patienten erzielt werden. Interessant ist, dass im Hinblick auf die Glatzenbildung im Schläfenbereich – also bei den sogenannten Geheimratsecken – keine klinischen Erfahrungswerte für die Wirksamkeit von Minoxidil vorliegen.

 

Welche Erfolge sind zu erwarten?

Der Hersteller sagt, dass das Haarwuchsmittel in etwa 70 bis 80 Prozent der Behandlungen eine deutliche Reduzierung der Glatze bewirkt. Insgesamt soll sich sogar bei 30 Prozent der behandelten Personen längerfristig neuer Haarwuchs an den behandelten Stellen zeigen.

Weniger als 10 Prozent der Behandelten erzielen durch die Anwendung von Minoxidil allerdings die Ergebnisse, die sie sich vor der Behandlung erhofft hatten. Optimiert werden die Ergebnisse, wenn dunkelhaarige Männer in einem Alter unter 50 Jahren die Anwendung von Minoxidil vornehmen und wenn der Haarausfall zudem vor weniger als 10 Jahren begonnen hat.

Wenden Frauen mit einer diffusen Kopfhaarverdünnung im Bereich des Scheitels an, sollen nach Herstellerangaben hier auch sehr günstige, stabilisierende und das Fortschreiten der Glatzenbildung reduzierende Ergebnisse zu erzielen sein.

Die Minoxidil Anwendung

Die Anwendung  ist relativ einfach – ähnlich der Anwendung von Shampoo.

Das Präparat wird entweder als Lösung oder in Form von Schaum auf die Kopfhaut aufgetragen. Die Behandlung sollte dauerhaft, also nicht nur einmalig, erfolgen. Im günstigsten Falle erkennt man die ersten positiven Ergebnisse der Behandlung nach ungefähr drei bis vier Monaten regelmäßiger Anwendung.

Optimale Ergebnisse sind etwa 12 Monate nach der ersten Anwendung zu erkennen. Setzt man das Präparat ab, ist ein Fortschreiten des Haarausfalls nach etwa drei bis vier Monaten zu erwarten.

Was muss ich noch wissen?

Im deutschsprachigen Sprachraum erfolgt der Vertrieb von Minoxidil als sogenanntes Antihypertonikum unter den Namen Regaine oder Foligain. Ein weiteres Präparat im deutschen Handel heißt Rogaine.

Die Tinktur ist rezeptfrei in der Apotheke oder sogar bei Amazon erhältlich.

Wichtig beim Kauf von Minoxidil ist, dass man darauf achtet, ob das Produkt für Männer oder Frauen ist. 

Das Präparat ist nämlich in zwei verschiedenen Dosierungen – eben für den Mann oder die Frau – erhältlich. Leider wird die Behandlung mit Minoxidil nicht von den Krankenkassen finanziert und es erfolgt auch keine Rückerstattung der Behandlungskosten nach erfolgreicher Behandlung.

Die Anwendung von Minoxidil gilt als kosmetische Behandlung ohne medizinischen Nutzen. Deshalb sind die Krankenkassen auch nicht gehalten, die Kosten für die Behandlung zu tragen.