Kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata): Was muss ich wissen?

Kreisrunder Haarausfall wird in der Fachsprache Alopecia areata genannt. Gemeint damit ist eine der bekanntesten Haarausfall Ursachen, welche vor allem bei Männern auftritt.

kreisrunder haarausfallDabei spielt das Lebensalter keine Rolle und auch jüngere Menschen können an kreisrundem Haarausfall leiden. Am häufigsten tritt er zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr auf und gehört zu den entzündlichen Erkrankungen für einen Haarausfall.

Auch wenn er in gut 80% der Fälle am Kopf auftritt, so kann er in einigen Fällen auch den Bereich vom Bart betreffen. Erkennbar ist der kreisrunde Haarausfall schon dem Namen nach an der runden Form des Haarausfalles, welche lokal begrenzt ist und daher nicht den gesamten Haarbereich betrifft. Es kann allerdings auch zu mehreren kahlen Stellen kommen, sodass es für die Betroffenen zu einem sehr großen Leidensdruck kommt.

Symptome vom kreisrunden Haarausfall:

  • Runde und kahle Stellen
  • Glatte und eingesunkene Haut an den kahlen Stellen
  • Häufig Ausrufezeichenhaare am Randbereich
  • Oft leichter Juckreiz
  • Zusätzlich auch häufig Veränderungen an den Fingernägeln erkennbar

 

Alopecia areata – die Ursachen

Die Ursachen bei Alopecia areata sind noch nicht vollständig geklärt. Angenommen wird bisher, dass es sich beim kreisrunden Haarausfall um eine sogenannte Autoimmunerkrankung handelt.

Bei einer Autoimmunerkrankung handelt es sich um eine falsche Polung des körpereigenen Immunsystems, welches die Haare als fremd ansieht und daher angreift. Dieses erfolgt durch eine lokale Entzündung, welche letztendlich zum Ausfall der Haare und damit zu den kahlen Stellen führt.

Gleichzeitig wird auch eine erbliche Veranlagung vermutet, da der kreisrunde Haarausfall häufig mehrfach in der gleichen Familie auftritt.

Weitere mögliche Gründe für Alopecia areata sind:

  • Psychischen Stress
  • Eine falsche Ernährung
  • Nebenwirkungen von Medikamenten

Die Fachwelt diskutiert diese Haarausfall Ursachen jedoch recht kontrovers – letztendlich muss man als Betroffener selbst entscheiden, ob eine dieser Ursachen für den eigenen kreisrunden Haarausfall infrage kommen könnte.

Wenn man beispielsweise gerade ein neues Medikament verordnet bekommen hat und der kreisrunde Haarausfall kurze Zeit später eintritt, dann ist dieses als eine der Haarausfall Ursachen durchaus denkbar und sollte mit dem behandelnden Arzt abgeklärt werden.

 

Therapie bei kreisrundem Haarausfall

Die Behandlung bei einem kreisrunden Haarausfall sollte möglichst direkt begonnen werden, da sich dieser im Ernstfall auch deutlich verschlimmern und zu einem vollständigen Haarverlust führen kann, demnach eine Glatze eine mögliche Folge sein könnte.

In erster Linie sollte die Therapie der Alopecia areata natürlich auf die Ursachen abgestimmt sein.

Sind Medikamente als Auslöser möglich, dann sollten diese zur Behandlung natürlich abgesetzt werden. Ist psychischer Stress eine der möglichen Haarausfall Ursachen, dann sind eventuell Entspannungsmaßnahmen eine geeignete Behandlungsmöglichkeit.

Da die Autoimmunreaktion als eine der Hauptursachen angenommen wird, wird bei einem kreisrunden Haarausfall in den meisten Fällen eine topische Immuntherapie angewendet. Diese wird häufig auch als DCP bezeichnet und ist allerdings noch nicht allgemein als Therapiemöglichkeit anerkannt.

Das bedeutet, dass die Krankenkassen eine solche Behandlung nur in wenigen Fällen übernehmen und man daher bereits vor der Behandlung die Kostenübernahme abklären lassen sollte. Im Grunde handelt es sich bei der DCP um eine Ablenkung des Immunsystems – es wird eine Lösung auf die Kopfhaut aufgetragen, welche die Aufmerksamkeit des Immunsystems auf sich zieht und damit zu einer Entlastung der Haare führt.

Auch die Benutzung vom Haarwuchsmittel Minoxidil konnte in einigen Fällen zu einer Besserung führen – im Zweifelsfall gilt: ausprobieren.