Haartransplantation – Lösung oder Geldverschwendung?

Viele Frauen und Männer, die unter Haarausfall leiden, wünschen sich eine Haartransplantation. Da sich die Methoden in den letzten Jahren deutlich verfeinert haben und es nur noch selten zu Nebenwirkungen kommt, dürfte dieses Vorhaben in Haartransplantation / Haarverpflanzungden allermeisten Fällen problemlos zu realisieren sein.

Dabei dürfen allerdings nicht die Kosten außer Acht gelassen werden, die vor allem in Deutschland beträchtlich sein können. Eine Haarverpflanzung im Ausland, zum Beispiel in der Türkei, ist zwar oftmals deutlich preiswerter, erfordert jedoch genauere Informationen über die angewandte Methode, die Klinik und den behandelnden Arzt.

Wie funktioniert eine Haartransplantation?

Bei einer Haartransplantation wird Körperhaar oder Kopfhaar verpflanzt. Auch wenn der Haarausfall schon weit fortgeschritten ist, sind meistens noch zahlreiche Kopfhaare vorhanden, die für eine Haartransplantation verwendet werden können.

Vor einer Haarverpflanzung ist es sehr wichtig, die Ursache für den Haarausfall zu klären. Hierfür sollten Sie sich in die Hände eines erfahrenen Dermatologen begeben, der Ihnen wertvolle Tipps geben kann, ob und in welchem Umfang sich bei Ihnen eine Haarverpflanzung lohnt.

In diesem Zusammenhang sollte nicht verschwiegen werden, dass eine Haartransplantation nicht nur bei fortgeschrittenem Haarausfall, sondern auch bei sehr feinem oder sehr dünnem Haar infrage kommt. In den allermeisten Fällen wird eine Haarverpflanzung unter örtlicher Betäubung vorgenommen.

Bei Bedarf können hierfür auch mehrere Sitzungen erforderlich sein.

Die wichtigsten Methoden der Haarverpflanzung sind:

 

Haarverpflanzung mit der Follicular Unit Transplantation

Die Follicular Unit Transplantation (FUT) wird auch Folliculare Einheiten Verpflanzung genannt. Bei dieser Methode wäre es sehr wichtig, dass nicht nur einzelne Haare, sondern ganze Haareinheiten verpflanzt werden.

Diese Haareinheiten sind intakte Gebilde, die nicht nur am Hinterkopf, sondern auch an anderen Stellen des Kopfes oder des Körpers vorhanden sein können.

Durch die Mitnahme sämtlicher Haareinheiten, einschließlich der Wurzeln, können genetische Informationen an die kahlen Stellen des Kopfes transportiert werden, wo sie nach einer Haartransplantation ein Leben lang Bestand haben.

Aus diesem Grunde wird es in der Regel nicht nötig sein, die Haarverpflanzung zu einem späteren Zeitpunkt zu wiederholen.

 

Haarverpflanzung mit der Follicular Unit Extraction

Bei der Follicular Unit Extraction (FUE) ist es weder erforderlich, ein Skalpell zu verwenden, noch Nähte zu setzen. Einzelne Haare werden mit einem speziell dafür vorgesehenen Extraktionsinstrument aus dem Haarkranz entfernt und im Anschluss daran an die kahlen Stellen des Kopfes verpflanzt.

Sollten nicht genügend Kopfhaare vorhanden sein, die sich für eine Haartransplantation eignen, können auch Barthaare oder Haare, die an anderen Stellen des Körpers wachsen, verwendet werden.

Hier wäre in erster Linie an die Brust-, Bein- oder Rückenhaare zu denken. Die Verpflanzung der Barthaare kommt vor allem bei Männern infrage, die trotz ihres Haarausfalls noch über einen sehr starken Bartwuchs verfügen.

Eine ausführliche Beratung beim behandelnden Arzt in der Klinik verschafft die nötige Klarheit.

Der Arzt kann den Patienten nicht nur über die Chancen und Risiken einer Haartransplantation aufklären, sondern auch die individuellen Möglichkeiten aufzeigen. Dieser Grundsatz sollte nicht nur in Deutschland, sondern auch im Ausland gelten.

Wer sich in eine Klinik begibt, die nur über sehr wenig Erfahrung verfügt, setzt sich nicht nur dem Risiko aus, dass die Haarverpflanzung misslingt, sondern auch, dass es zu schweren Entzündungen und zu anderen Nebenwirkungen kommt.

Unabhängig von der gewählten Methode werden nicht nur die Haare, sondern auch die Haarfollikel transplantiert. Letztere umschließen die Haare und verankern sie in der Kopfhaut.

 

Feines und dünnes Haar

Viele Personen besitzen nur sehr feines oder sehr dünnes Haar und können sich nicht genau erklären, woran dies liegt. Hierzu muss gesagt werden, dass die Haarstruktur größtenteils erblich bedingt ist und sich nur in einem sehr begrenzten Umfang durch äußerliche oder innerliche Maßnahmen beeinflussen lässt.

Der Durchmesser dünner Kopf- oder Körperhaare ist wesentlich geringer als der Durchmesser dicker und kräftiger Haare. Zwar ist es möglich, bestimmte Vitamine einzunehmen oder Haarwuchsmittel zu verwenden, der Erfolg dürfte jedoch begrenzt sein.

Dies ist auch der Grund dafür, dass sich viele Frauen und Männer mit dünnem oder feinem Haar eine Haartransplantation wünschen, um ihr Haar gesunder, voller und vitaler aussehen zu lassen.

Auch hier gilt, dass der Arzt individuell entscheiden und den Patienten über alle Chancen und Risiken aufklären muss.

 

Sind Haarwuchsmittel sinnvoll?

Haarwuchsmittel können eine gute Methode sein, um das Haarwachstum anzuregen und die Haarstruktur zu kräftigen. In diesem Zusammenhang darf allerdings nicht verschwiegen werden, dass es teilweise große Unterschiede bezüglich der Qualität und der Wirkungsweise gibt.

Viele Personen, die von erblich bedingtem Haarausfall betroffen sind, haben gute Erfahrungen mit dem Haarwuchsmittel Regaine gemacht. Dieses Haarwuchsmittel enthält den Wirkstoff Minoxidil, welcher sich mehrfach bei Haarausfall und bei sehr dünnem Haar bewährt hat.

Regaine ist als Schaum oder als Lösung erhältlich. Es kann über einen geeigneten Online Shop bezogen werden. Insbesondere dann, wenn der Haarausfall nur geringfügig ist oder erst beginnt, kann die Anwendung von Regaine eine gute Alternative zu einer Haarverpflanzung oder Haartransplantation sein.

 

Kosten und Nutzen vergleichen – Risiken abwägen

Die Entscheidung für oder gegen eine Haartransplantation sollte niemals leichtfertig, sondern erst nach gründlicher Überlegung getroffen werden. Dabei gilt es, genauere Informationen bei verschiedenen Kliniken einzuholen und sich nicht gleich auf das erstbeste Angebot zu verlassen.

Die Kosten für eine Haarverpflanzung können sehr hoch sein und nicht selten zwischen 2000 und 5000 Euro liegen.

Letzteres gilt insbesondere dann, wenn der Haarausfall schon sehr weit fortgeschritten ist und demzufolge sehr viele Haare und Haarstrukturen verpflanzt werden müssen.

Die hohen Kosten in Deutschland haben viele Personen dazu veranlasst, sich genauer über die Angebote im Ausland zu informieren. Dabei erfreut sich insbesondere die Türkei wachsender Beliebtheit. Die Erfahrungen in diesem Bereich sind allerdings eher zweigeteilt. Einige Kunden berichten begeistert von den Erfolgen einer Behandlung in der Türkei, andere Kunden sind eher skeptisch.

In jedem Falle wäre es dringend angeraten, sich nicht nur von den niedrigen Preisen anlocken zu lassen, sondern auf die Referenzen der Klinik und die Erfahrung der behandelnden Ärzte zu achten.

Dies gilt auch für die Kliniken in Deutschland. Da die Zahl der Anbieter in den letzten Jahren deutlich gestiegen ist, fällt es oftmals sehr schwer, hier den Überblick zu behalten und zwischen guten und weniger guten Angeboten für eine Haartransplantation oder eine Haarverpflanzung zu unterscheiden.