Haarausfall mit 16: Keine Panik!

Gesundes und schönes Haar ist für viele Menschen Ausdruck von Wohlbefinden, Lebensstil und Lebensqualität. Ganz besonders wichtig ist ein prächtiger Haarschopf in jungen Jahren – setzt der Haarausfall schon mit 16 Jahren ein, ist das bestimmt nicht normal.

Haarausfall mit 16

Vor allem im Teenageralter, in dem sich die Jugendlichen auf dem Weg ins Erwachsen werden finden müssen, hat das „Aussehen“ oft einen ungleich hohen Stellenwert für Akzeptanz und Anerkennung.

Umso dramatischer sind sichtbare, körperliche Veränderungen, unter denen der Jugendliche leidet und die ihn damit in irgendeiner Form ausgrenzen.

Dramatischer Haarausfall kann bei jungen Menschen eine tatsächliche Krise auslösen, die psychisch nicht zu unterschätzen ist.

Haarbüschel in der Haarbürste wird bei jedem Mädchen im Teenie-Alter eine echte Stress-Situation auslösen.

Und auch bei Jungen in dem Alter wird so ein Ereignis auf nur wenig Begeisterung stoßen.

In unseren Erläuterungen gehen wir davon aus, dass es sich nicht um erblich bedingten Haarausfall (nebst diffusem Haarausfall eine der häufigstes Ursachen für eine Glatze) handelt, der schon im Teenager-Alter zum Tragen kommt.

Ursachen für Haarausfall bei Jugendlichen

Es stellt sich natürlich die Frage, woher dieser Haarausfall – möglicherweise schon mit 16 Jahren oder jünger – kommt, denn in der Regel wird der Haarverlust eher mit einer Alterserscheinung verbunden.

Die Gründe für Haarausfall unterscheiden sich bei Jugendlichen kaum von denen Erwachsener. Wenngleich körperliche Veränderungen, die zu Haarausfall führen, bei Jugendlichen ungleich schwerer wiegen als bei Älteren.

Haarausfall deutet in den meisten Fällen auf eine Fehl- und Unterversorgung der Haarwurzeln hin. Die Ursachen hierfür sind sehr verschieden und können unter Umständen auf eine Erkrankung hinweisen. Die Konsultation eines Arztes empfielt sich bei jungen Menschen mit diesem Leiden also in jedem Fall.

Meist wird sich jedoch herausstellen, dass die Ursache für Haarausfall, bei jungen wie auch bei älteren Menschen, in der Ernährung und Lebensführung zu finden ist. Wir sind verschiedenen Einflüssen ausgesetzt, die sich nachhaltig auf den Wachstumszyklus unserer Haare auswirken.

Wichtig ist, diese Ursachen zu kennen und ihnen wenn möglich aus dem Wege zu gehen.

Überstrapazierung der Haare

Ein Junge, der einem Schwimmverein beitritt und zweimal in der Woche im Chlorwasser badet, ohne sich anschliessend die Haare gründlich mit klarem Wasser auszuspühlen, wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ähnliche Haarprobleme haben, wie eine brünette 16jährige, die sich seit zwei Jahren jeden Monat die Haare wasserstoffblond färbt.

Wenn in diesen beiden Fällen Haare ausdünnen, brüchig werden und schliesslich ausfallen, ist das kein Wunder.

Falsche Ernährung

Ernährung ist ein weiterer Grund, auf den man Jugendliche aufmerksam machen darf: Tiefkühlpizza, Chips und Burger sind allseits beliebte „Snacks“, denen unsere Kinder grosse Begeisterung beimessen.

Viele unserer Nahrungsmittel sind nur wenig vitalstoffreich. Meist handelt es sich um industriell verarbeitete konservierte Produkte mit unterschiedlichsten chemischen Zusatzstoffen.

All diese Dinge mögen zwar sehr beliebt und praktische sein – von ausgewogener und vitaminreicher Kost kann allerdings nicht die Rede sein.

Unser Haar braucht verschiedene Nährstoffe, um gesund zu wachsen. Vitamin-B, Eiweiss, Zink und andere Stoffe, die mittels ausgewogener Ernährung dem Körper regelmäßig zugeführt werden.

Wer verschiedene Speisen nicht essen mag oder kann, wird ein reichhaltiges Angebot an Nahrungsmittelzusätzen finden, das viele dieser Stoffe enthält. Sobald sich Haarausfall bei einem jungen Menschen einstellt, ist das aber noch kein Grund für pure Verzweiflung.

Ein junger Körper verfügt, anders als bei alten Menschen, über ausreichend eigene Regenerationsfunktionen, die den Wachstumszyklus der Haare auf ein normales Maß fahren – natürlich nur unter der Voraussetzung, dass die Haare alle Nährstoffe vorfinden, die sie zum Wachsen brauchen.

 

Hoher Stressfaktor kann Haarausfall fördern

Nun gibt es natürlich Jugendliche, die sehr wohl auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung achten. Auch ihnen können die Haare ausfallen. Leider leben wir in einer Gesellschaft, die auch jungen Menschen sehr früh sehr viel abverlangt.

In dessen Folge kann Stress auftreten, welcher als Ursache für die verschiedensten gesundheitlichen Schäden nicht selten unterschätzt wird. In der Tat ist anhaltender Stress einer der Hauptursachen für plötzlich und unvermittelt auftretenden Haarausfall – auch bei älteren Menschen.

Woran liegt das? Die Haarwurzeln beziehen die Nährstoffe durch die Haarwurzeln. Eine gute Durchblutung der Kopfhaut gewährleistet eine ausreichende Zufuhr von Sauerstoff und Nährstoffen. In Stresssituationen spannen wir unsere Muskeln an – dies geschieht völlig unbewusst.

Eine „anhaltende“ Anspannung der Gesichtsmuskulatur streckt die Kopfhaut und unterbindet einen ausreichenden Transport von Sauerstoff und Nährstoffe an die Haarwurzel. Es klingt abenteuerlich einfach, aber „Geheimratsecken“ sind beispielsweise ein sehr sichtbarer Beweis für diesen Effekt. Besonders die Region um die Schläfen wird beim angestrengten Nachdenken angespannt – dies kann auf Dauer zu einem extremen Haarverlust führen.

 

Junges Haar erholt sich schneller

Zum Glück sind diese Schäden nicht irreparabel. Wie bereits erwähnt ist die Regenerationsfähigkeit bei jungen Menschen sehr gut. Es gibt also keinen Grund, gleich in Panik auszubrechen und zu Haarwuchsmitteln wie beispielsweise Minoxidil zu greifen.

In der Regel reicht es aus, den „Normalzustand“ einer Versorgung der Haarwurzeln wieder herzustellen, um dem Problem Herr zu werden.

Der Haarwachstumszyklus wird sich dann von ganz allein wieder einstellen. Trotzdem sollte und darf durchaus dabei ein wenig nachgeholfen werden.

Es gibt sehr gute Haarkuren aus „Omas Schatzkästchen“, die oftmals Wunder wirken: Eine Zwiebelkur wird den Haarwurzeln Vitamin-B zuführen, Chili-Pfeffer regt die Durchblutung der Kopfhaut an, oder eine Spülung der Haare mit Bier oder Zitronensaft wird trockenes und splissiges Haar sehr viel geschmeidiger machen.

Wer das Bier lieber trinkt, als es seinem Kind in die Haare zu schmieren, kann selbstverständlich auch auf eine ganze Liste von Pflegeprodukten aus Apotheke oder Drogerien zurückgreifen.

In vielen dieser Produkte finden sich allerdings die gleichen Wirkstoffe wie in alten Hausmitteln. Die Wahl der richtigen Produkte sollten Sie auch nicht dem Zufall überlassen, sondern sich dabei nach dem natürlichen Bedarf der Haare richten.

Von Natur aus „fettiges“ Haar wird sich über eine Haarkur für trockenes Haar nicht wirklich freuen. Ein/e Friseurmeister/in wird Ihnen mit Sicherheit sehr viel über den Zustand der Haare und geeigneten Pflegeprodukten sagen können.

Guter Rat ist nicht teuer – und in diesem Fall sogar Gold wert.