Haarausfall durch Funktionsstörungen der Schilddrüse

Viele Menschen leiden unter Haarausfall. Bei etwa 50% aller Männer ist Haarausfall genetisch bedingt.

Haarausfall Ursachen sind jedoch vielfältiger Natur. So sind nicht immer die Gene schuld, wenn sich im Laufe der Jahre bei den Männern eine Glatze bildet oder bei den Frauen das Haar signifikant dünner wird. Auch eine Schilddrüsenfehlfunktion, das heißt eine Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse, kann die Ursache sein.

Lassen sich die Ursachen auf eine solche Fehlfunktion zurückführen, so sollte die Schilddrüse von einem Internisten professionell behandelt werden.

Einfluss der Schilddrüse auf das Wachstum der Haare

Bei verstärktem Haarverlust prüft der Hautarzt zumeist, ob eventuell eine Schilddrüsenfehlfunktion vorliegt. Denn die Schilddrüse hat direkten Einfluss auf den Haarzyklus: Sie produziert zwei Hormone, das sogenannte T4 (L-Tetrajodthyronin bzw. L-Thyroxin) und das T3 (L-Trijodidthyronin), die zentrale Prozesse im Rahmen von Wachstum und Entwicklung im Körper steuern.

Unter Anderem beeinflussen sie auch das Wachstum der Haare. Eine Fehlfunktion der Schilddrüse stört die Ausschüttung der Schilddrüsenhormone, mit der Folge, dass auch der Haarzyklus negativ beeinträchtigt wird.

 

Haarausfall Ursachen: Schilddrüsenüberfunktion und Schilddrüsenunterfunktion

Die Ursachen einer Fehlfunktion der Schilddrüse sind vielfältig. So kann eine Schilddrüsenerkrankung (z.B. Morbus Basedow) dazu führen, dass zuviele Hormone gebildet werden; dann spricht man von einer Schildrüsenüberfunktion.

Sympome hierfür können

  • Gewichtsverlust,
  • Herzrasen,
  • Konzentrationsmangel
  • und Schlafstörungen sein.

Eine Schilddrüsenentzündung führt hingegen zu einer Unterproduktion der Schilddrüsenhormone und damit zu einer Schilddrüsenunterfunktion.

Symptome für eine solche Unterfunktion sind beispielsweise

  • eine Gewichtszunahme (durch Verlangsamung des Stoffwechsels),
  • dauerhaft niedriger Blutdruck,
  • blasse Haut
  • und ein gesteigertes Kälteempfinden.

 

Haarausfall Ursachen können schließlich auf beide Fälle – Über- und Unterfunktion – zurückführbar sein, wobei der Haarausfall bei der Schilddrüsenunterfunktion langsamer beginnt, als bei der Überfunktion.

Von einer Schilddrüsenerkrankung sind zumeist Menschen im Alter von 20 bis 40 Jahren betroffen. Sollte man sich nicht sicher sein, ob die Haarausfall Ursachen auf einer Fehlfunktion der Schilddrüse beruhen, so kann eine Blutuntersuchung Abhilfe schaffen.

 

Behandlung der Schilddrüsenfunktiosstörung stabilisiert Haarausfall

Einer Erkrankung der Schilddrüse kann man nur schwer vorbeugen. Eine gesunde Ernährung, wenig Stress und der Verzicht auf das Rauchen kann das Risiko aber mindern. Eine vollständige Heilung einer Schilddrüsenerkrankung ist zumeist nicht möglich.

Es gibt jedoch verschiedene Möglichkeiten, die Funktionsstörung – je nach Ursache der Fehlfunktion – durch die Einnahme von Medikamenten oder einer Strahlenteraphie zu mindern und damit auch den Haarausfall wieder in den Griff zu bekommen.

Zusätzlich macht es Sinn, den Prozess mit einem wirksamen Haarwuchsmittel zu unterstützen und das Nachwachsen der verlorenen Haare wieder anzuregen. Denn auch wenn die Behandlung der Schilddrüse anschlägt und Schilddrüsenfunktion wieder stabilisiert ist, so haben Betroffene bereits im Verlauf der Krankheit sichtbar Haare verloren.

Ein wirksames Haarwuchsmittel, das in Deutschland rezeptfrei zu kaufen ist und bei  Haarausfall Ursachen angewandt werden kann, ist Minoxidil. Dem Wirkstoff Minoxidil wurde wissenschaftlich nachgewiesen, dass bei ein einem Großteil seiner Anwender der Haarausfall gestoppt werden konnte und die verlorenen Haare auch wieder sichtbar nachgewachsen sind.

Erste Erfolge mit dem Mittel sollten bereits nach 8 Wochen eintreten.

Aber ganz wichtig: Bevor man selber irgendwelche Haarwuchsmittel im Zusammenhang mit Schilddrüsenproblemen ausprobiert, sollte man einen Arzt konsultieren.