Was Diffuser Haarausfall (Alopezia Diffusa) eigentlich genau ist

Was Diffuser Haarausfall (Alopezia Diffusa) eigentlich genau ist

Alopezia Diffusa, wohl besser bekannt als diffuser Haarausfall, bezeichnet den Ausfall der Haare am gesamten Kopf. Anders als zum Beispiel beim kreisrunden Haarausfall, fallen die Haare beim diffusen Haarausfall im gesamten Kopfbereich aus und nicht „nur“ an einer bestimmten Stelle. Diese Form des Haarverlustes ist die am häufigsten auftretende.

Als Haarausfall Ursachen können zahlreiche Gründe benannt werden. Auffallend ist ebenfalls, dass mehr Frauen als Männer von diffusem Haarausfall betroffen sind. Allerdings fallen den Betroffenen in den seltensten Fällen die kompletten Haare bis hingehend zur Glatze aus.

Haarausfall Ursachen und mögliche Auslöser

Diffuser Haarausfall kann die unterschiedlichsten Gründe und Ursachen haben.

Im Einzelnen können folgende Auslöser benannt werden:

  • Stress
  • Hormonschwankungen (Schwangerschaft, Wechseljahre, Fehlfunktion der Schilddrüse und Antibabypille)
  • Depressionen
  • Chemikalien in Pflegeartikeln für das Haar
  • Medikamente wie Beta-Blocker, Chemotherapeutika, Blutfettsenkende und Mittel zur Blutgerinnung
  • Vergiftungen durch Insektizide und Schwermetalle
  • Bestrahlungen
  • Stoffwechselerkrankungen
  • Infektionen
  • Mangel an Nährstoffen und an Mineralstoffen

Haarausfall Ursachen im Detail

Stress ist eine der häufigsten Ursachen, die zu diffusem Haarausfall führt, denn die Haarwurzeln werden nicht mehr mit den nötigen Nährstoffen bedient. Durch diese Mangelversorgung verlieren die Haarwurzeln ihren Halt und ihre Festigkeit. Dies hat dann den verfrühten Verlust der Haare zur Folge.

Bei Frauen sind oftmals die sogenannten Hormonschwankungen die Ursache Nummer eins für diffusen Haarausfall. Insbesondere nach einer Schwangerschaft kommt es zu dieser Problematik. Während der Schwangerschaft bildet sich im Körper der Frau ein übermäßig hoher Spiegel des Hormons Östrogen.

Nach der Entbindung fällt dieser Spiegel wieder rapide ab und etwa 2 bis 3 Monate nach der Geburt kommt es zu diffusem Haarausfall. Des Weiteren kommt es zu Hormonschwankungen in den Wechseljahren und bei der Einnahme der Antibabypille. Depressionen sind wie Stress eine psychisch bedingte Ursache und kann in bestimmten Fällen ebenfalls für Haarausfall verantwortlich sein.

Ein weiterer wichtiger Faktor sind Medikamente. Während Medikamente die zu einer Chemotherapie gehören fast unweigerlich zum Verlust der Haare führen, sind andere Medikamente gelegentlich Auslöser von diffusem Haarverlust.

Speziell wurde aber der Wirkstoff Methylphenidat ermittelt. Dieser wird in Medikamenten verwendet, die bei ADHS und Narkolepsie zum Einsatz kommen. Weiterfolgend ist auch die mangelhafte Zufuhr von Nährstoffen und Mineralstoffen ein Grund des diffusen Haarausfalls.

Insbesondere bei drastischen Diäten und lang anhaltenden Fastenkuren kommt es zu einer Unterversorgung von wichtigen Vitaminen und anderen notwendigen Stoffen. Auch bei Essstörungen wie Bulimie und Magersucht hat die Mangelernährung Schuld am Haare lassen, sowie der Missbrauch von Abführmitteln.

Damit es nicht zu diffusem Haarausfall kommt, sollten folgende Vitamine und Mineralien ausreichend dem Körper zugeführt werden:

  • Zink
  • Eisen
  • Selen
  • die Vitamine A, B, H und K.

In manchen Fällen erleiden Menschen einen diffusen Haarausfall nach oder während einer Infektionskrankheit wie

  • Scharlach,
  • Karbunkel,
  • Grippe,
  • Gürtelrose,
  • Typhus,
  • Syphilis (2. und 3. Stadium),
  • Wundrose,
  • Impetigo Contagiosa,
  • Pilzinfektionen,
  • Hormonerkrankungen,
  • Stoffwechselprobleme
  • und Herdgeschehen.

Weitere Haarausfall Ursachen können eine Schilddrüsenüberfunktion oder eine Schilddrüsenunterfunktion sein. Bei einer Schilddrüsenüberfunktion kommt es hingegen nur in seltenen Fällen zu diffusem Haarverlust, während eine Schilddrüsenunterfunktion ein eindeutiger und häufiger Auslöser dafür sein kann.

 

Andere Erkrankungen und Ursachen für Haarausfall

Diffuser Haarausfall kann auch infolge von

  • Blutarmut (Anämie),
  • Gefäßspasmen,
  • Allergien,
  • psychische Traumen,
  • Morbus Crohn
  • und einer Fehlfunktion des Sympathikusnervs

auftreten.

Bekannt ist auch der Verlust des Haares bei einer Strahlentherapie oder wenn es zu einer radioaktiven Verstrahlung gekommen ist.

Ebenso sind Vergiftungen mit Quecksilber, Pestiziden, Kadmium und Thallium Auslöser. Um den Verlust der Haare einzugrenzen und wieder ins Gleichgewicht zu bringen, gibt es spezielle Haarwuchsmittel, wie beispielsweise jene, die den Wirkstoff Minoxidil enthalten.

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