Das Haarwuchsmittel Minoxidil und seine Nebenwirkungen

Minoxidil gilt im Volksmund, bzw. nach Aussagen von einigen Studien als „normal gut“ verträglich, allerdings bleibt auch hier zu beachten, dass es sich nun mal um ein Medikament handelt.

Auch wenn Haarwuchsmittel nur äußerlich angewandt werden, muss man sich darüber im Klaren sein, dass jeder Mensch unterschiedlich auf Arzneimittel reagiert.

Man sollte deshalb anfänglich etwas sparsamer beim Auftragen des Mittels sein und erst einmal die ersten Stunden bzw. Tage testen, ob das Mittel für den Anwender geeignet oder eher ungeeignet ist.

 

Minoxidil und die häufigsten Nebenwirkungen

Es gab in den letzten Jahren viele Studien und Tests rund um das Thema Glatze, Ursachen des Haarausfalls und Haarwuchsmittel. Auch Minoxidil wurde in den verschiedensten Varianten und in unterschiedlichen Konzentrationsmengen getestet.

Die hier aufgelisteten Nebenerscheinungen traten dabei am häufigsten auf:

  • Juckreiz: Tritt vor allem bei Menschen auf, welche zu einer trockenen Kopfhaut oder Schuppenbildung neigen. Aber auch bei Leuten die bisher keine Beschwerden auf diesem Gebiet haben, kann sich eine vermehrte Schuppenbildung abzeichnen.
  • Allergische Kontaktdermatitis: Dies ist ein Warnhinweis für Allergiker, die auf bestimmte äußerlich angewandte Arzneimittel mit Hautausschlägen, Pusteln oder entzündeten Pickeln reagieren.
  • Hautentzündungen: Auch bei Menschen, die keine Allergien haben, können nach mehrfacher Anwendung von Minoxidil Hautentzündungen und Rötungen auftreten.

 

Minoxidil und seltenere Nebenwirkungen

Es gibt noch andere Nebenwirkungen aufgrund von Minoxidil, die jedoch seltener bzw. teilweise nur in Einzelfällen auftreten.

Diese sind allerdings wesentlich gefährlicher, deshalb sollte das Medikament in solchen Fällen sofort abgesetzt und ein Arzt zu Rate gezogen werden:

  • Ohrenentzündungen: Schmerzen in den Ohren und leichte bis schwere Ohrenentzündungen können vor allem in der Anfangsphase vorkommen.
  • Niedriger Blutdruck: Bei Menschen mit normalem Blutdruck kann eine starke Absenkung der Blutdrucks stattfinden. Zumeist treten dann Schwindelgefühl, Müdigkeit oder Übelkeit auf.
  • Salz und Wasseransammlung: Durch die Einnahme von Minoxidil, kann es zu einer verminderten Wasserausscheidung in den Nieren kommen. Deshalb ist es möglich, dass es zu Natrium und Wasseransammlungen in den verschiedensten Körperregionen kommen kann, wie. z. B. in den Beinen oder in den Händen.
  • Angina Pectoris / Herzprobleme: Bei der Anwendung von Haarausfallmitteln können Symptome wie Herzrasen und Herzrhythmusstörungen auftreten. Bei Menschen die an Angina Pectoris leiden, kann diese verstärkt werden. Auch bei Personen die keine Herzbeschwerden haben ist es möglich, dass es zu schlagartigen Druckbeschwerden im Brustbeinbereich, bzw. richtigen Herzschmerzen kommt.
  • Hyperglykämie: In ganz seltenen Fällen kann durch die Einnahme von Minoxidil der Blutzuckerspiegel ansteigen, dies macht sich durch Mundtrockenheit, Übelkeit, Erbrechen, Schwindelanfälle bis hin zu Sehstörungen bemerkbar.
  • Überbehaarung: Auch dies kommt nur selten vor, wurde aber auch von manchen Probanden genannt. Meistens tritt eine Überbehaarung bei Frauen außerhalb des Kopfes auf, wurde aber zum Teil auch bei Männern festgestellt.

 

Bekannte Wechselwirkungen

Während der Anwendung von Minoxidil sollten keine weiteren Arzneimittel, auf der Kopfhaut, angewandt werden. Da die Wirkung des Mittels dadurch vermindert werden kann. Bei der Einnahme von blutdrucksenkenden Mitteln, sollte man auf eine gleichzeitige Behandlung mit Minoxidil absehen, bzw. die Arzneien aufeinander abstimmen.

Da es durch die Zuführung beider Substanzen zu einem rapiden Abfall des Blutdrucks kommen kann. Auch bei der Einnahme von Antipsychotika kann eine Wechselwirkung nicht ausgeschlossen werden und sollte vorher mit dem Arzt besprochen werden.

 

Wissenswertes

Zu erwähnen ist auch, dass manche Probanden am Anfang bei den ersten Anwendungen über noch mehr Haarausfall klagten. Dies wurde aber von den Medizinern als „Erstverschlechterungssymptom“ bezeichnet und legte sich bei den meisten Fällen, mit der weiteren Anwendung des Produkts, wieder von selbst.